Bezeichung für Vertreter der griechischen Philosophie, die aus der Sokratischen Tugendlehre das Postulat der Autarkie ableitet und diese mit der Tugend gleichsetzt. Ihr angeblicher Begründer war Antisthenes.
Meyers Großes Taschenlexikon, 3. Auflage, 1990
Geboren Athen um 455, gestorben um 360 v.u.Z. Schüler des Sokrates. Von ihm wird überliefert, dass er Zenon, der mit seinen Paradoxa (Achilles und die Schildkröte, Pfeil, etc.) beweisen wollte, dass es keine Bewegung gebe, einmal durch ständiges Auf- und Abgehen im Raum so nervte, dass dieser ihn fragte, ob er nicht mal eine Minute ruhig stehen bleiben könne, worauf Antisthenes erwiderte "Aha, gibst Du also zu, dass es Bewegung gibt?"
Diogenes von Sinope, genannt der Kyniker, geboren um 400, gestorben zwischen 328 und 323 v.u.Z. Der Diogenes in der Tonne, der Alexander den Großen aufforderte, ihm aus der Sonne zu gehen, als dieser ihm anbot, ihm einen Wunsch zu erfüllen. Er kritisierte in seinem provokatorisch einfachen und asketischen Leben unrefkletierte Bedürfnisbefriedigung und unvernünftige Konventionen und gesellschaftliche Zwänge.